Raucher über 100! - Wie kann das sein?

Warum können Raucher über 100 Jahre alt werden, wenn rauchen so gefährlich ist?

Wenn dem so wäre, warum sterben dann überdurchschnittlich viele Raucher z. B. an Krankheiten wie COPD oder Lungenkrebs? ... Das läuft Ihrer These Rauchen ist nützlich für den Organismus doch ziemlich zuwider.

Chatpartner (2010)

Ihrem beschränkten Wissen über die auf diesem Gebiet stets im Wandel sich befindenden wissenschaftlichen Handlungsempfehlungen sollten Sie keine zu simplen Thesen folgen lassen.
Sie könnten nämlich Ihren einfachen Schluss – genauso falsch - auf Medikamente anwenden:

Wenn dem so wäre, warum sterben dann überdurchschnittlich viele, die in ärztlicher Behandlung sind und Medikamente zu sich nehmen? … Das läuft der These „Medikamente sind nützlich“ doch ziemlich zuwider.

fiktiv Zitierter

(Anmerkung: Dass Sie sich gegen diese These sträuben würden, aber bei einer Ersetzung durch „Rauchen“ sofort aufgeschlossen wären, hat mit Ihrem „stereotyped thinking“ zu tun.)

Dann z. B. auf die Schnelle gegoogelt:

Arzneimittel sind, wie wir bereits gesehen haben, in den USA eine der hauptsächlichen Todesursachen. Dies wird aber in den Statistiken niemals direkt angegeben. Nach einer Erhebung des “Journal of the American Medical Association” handelt es sich um 90.000 bis 160.000 Todesfälle pro Jahr, die auf die Einnahme von Arzneimitteln zurückgeführt werden können …
An der sechsten Stelle der häufigsten Todesursachen stehen überdies vermeidbare medizinische Kunstfehler: 40.000 – 90.000 Todesfälle jährlich.

Centers for Disease Control, CDC (Direkt-Link funktioniert nicht mehr - veraltet)

Voilà: Verbieten!

Natürlich nicht. – Ich wehre mich nur gegen den „Weisheitsanspruch“, unsere körperlichen Triebe und Bedürfnisse, welche derzeit für die ärztliche Wissenschaft keinen erklärbaren Sinn ergeben, voreilig „als Krankheit zu diagnostizieren“.

Im Gegensatz zur Medikamentenvermarktung fehlt es unserem körpereigenen Bedürfnissystem offensichtlich an der heutzutage notwendigen finanzkräftigen Lobby (Studien-Auftraggeber), welche die Erfolge unserer nicht-rational gesteuerten Handlungen wissenschaftlich bestätigen lässt.

Historische Erfahrungen mit falschen aber selbstbewussten Ratschlägen sowie die nach wie vor unzureichende Kenntnis der komplexen körperlichen Zusammenhänge – gerade in Bezug auf menschliche Handlungsantriebe - sollten eigentlich „die ärztliche Wissenschaft“ vorsichtiger urteilen lassen.

Die entgegengesetzte Frage hätte nämlich auch ihre Berechtigung: Wenn Rauchen so gefährlich ist, warum kann es dann Raucher geben, die über 100 Jahre alt werden (und erfolgreiche Lebensläufe generieren)?

Im Übrigen haben Sie scheinbar nicht verstanden, dass die Anwendungsgebiete - sich Gifte zuzuführen - individuell sind und dem Rauchverlangen unterschiedlichste zu bewältigende Ursachen bzw. Lebensaufgaben zu Grunde liegen. Das Rauchbedürfnis geht sehr oft mit der körperlichen Hochphase einher. Sie beginnt i. d. R. während der Pubertät [unabhängig von Gesetzen, die „kriminell“ machen] und wird ebenfalls sehr oft in der zweiten Lebenshälfte aufgegeben bzw. eingeschränkt, wenn die körperliche Entgiftungsfähigkeit nachlässt. (Die Ratio schafft sich – nachgeordnet [!] – die Gründe für die eigenen Handlungsveränderungen.)

Die Bevormundungssucht - auf das Leben anderer einzuwirken – ist mit Ursache, die uns dieses Thema hier eingebrockt hat. Ansonsten die bekannten Egoismen: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“ (Lass mich zu der geilen/ausgelassenen Stimmung in Raucherkneipen, aber raucht nicht.) Es braucht mir keiner erzählen, dass es nicht genügend Angebote für NR gibt. Das totale Rauchverbot ist überflüssig wie ein Kropf.

Veröffentlicht: 3. April 2010 - Letztes Update: 13. Juli 2017

https://www.treff.de/raucher-ueber-100.html

Durchgehend lecker essen:

Spielautomaten im Treff:

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