"Das letzte Gefecht" vor der BVerfG-Entscheidung

[Zitat von Chatpartner_1:] Auf Ihrer Homepage steht aber, dass Sie im Falle eines Rauchverbots damit rechnen dicht machen zu müssen. Dies wird auch in diversen Artikeln über Sie geschrieben.
Aber eins muss ich Ihnen wirklich lassen - sie haben eine Menge PR dieses Jahr bekommen. Derzeit muss ich mir wohl wirklich keine Sorgen um Sie machen.

@Chatpartner_1 vorab:

Deshalb habe ich geschrieben: „in diesem Forum“! Wenn ich aber auf meiner HP eine 10-Punkte-Aufzählung mache, warum die Rauchverbotsgesetzgebung verfassungswidrig ist und wir eine Personalerklärung verfassen, dann werden natürlich alle sachlichen Gründe aufgeführt. Auch Reportern muss ich wohl wahrheitsgemäß antworten, da diese Fragen nach Umsätzen und Folgen – in unserer kapitalorientierten Gesellschaft - obligatorisch sind.

Wiederhole es aber gerne: auch wenn kein Cent weniger Umsatz wäre, hat der Staat weder mir, noch meinen Gästen vorzuschreiben, wie wir zu leben und unsere Freizeit zu verbringen haben. Ansonsten dürften Sie von mir in meinen Forenbeiträgen festgestellt haben, dass dies wirklich nicht mein Hauptthema ist (glaube, es war mal gezwungenermaßen i. V. mit UmsatzSTATISTIK). Umsatzverluste und Kneipensterben - nicht Restaurantsterben (! = ist ein großer Unterschied) - sind jedoch für einige Kneipenwirte die schicksalshafte Folge! (Meine Mitarbeiter dürfte es jedoch härter treffen, als mich - falls wir unterliegen.)

Zur PR: auf diesen „Mist“ kann ich getrost verzichten. Ich hatte zuvor eine der umsatzstärksten Kneipen in Memmingen und kann mit meinem örtlichen Publikum – bei entsprechenden Rahmenbedingungen – bestens Leben. Überregionale PR schafft lediglich („dahoim“) Neider - war aber notwendig, um anderen Wirten die Scheu zu nehmen, ebenfalls Widerstand zu leisten, wenn ich dies hier in aller Bescheidenheit – da wir so ganz unter uns sind ;) – als meinen Beitrag zu einer hoffentlich Freiheitsfördernden Lösung anmerken darf.

-.-

Nun aber zu Chatpartner_2: Hut ab! … wegen des Durchlesens.

Zu meinem „Sinn des Lebens“: da täuschen Sie sich etwas. Ich setze mich lediglich dafür ein, nicht völlig grundlos fremdbestimmt zu werden! Wenn die Sache durchgefochten ist, werde ich mich wieder intensiver (!) den schönen Dingen des Lebens widmen. Aber danke für Ihre hoffnungsvollen Wünsche, mich wieder mit anderen Gedanken beschäftigen zu dürfen.

Das was Sie jedoch fordern – ein Nichtraucherlokal betreiben zu müssen - ist das gleiche, als ob Sie einen Schokoladenproduzenten „antreiben“, nur für Diabetiker zu produzieren, da Sie ansonsten ein gesetzliches Verbot fordern werden, dass dieser keine ungesunden Produkte (Schokolade) mehr anbieten darf. – Verstehen Sie, was ich damit ausdrücken will?

Etwas verklausuliert hatte ich dies auch mit dem Leistungssport ggü. Chatpartner_1 angebracht. Hochleistungssport führt - wissenschaftlich erwiesen – in vielen Fällen zu Gesundheitsschäden. Wenn man die gleiche Forderungsstruktur, wie bei uns Raucherwirten zugrunde legt, könnte man argumentieren, dass Leistungssport (eine Raucherkneipe) verboten werden müsste, weil Gesundheitsgefahren bestehen und zur Verbreitung des Breitensport-Angebotes (Nichtraucherlokale) gefälligst diese sportlich begabten Menschen und deren Trainer (in unserem Fall Wirte) ihre berufliche Ausrichtung gefälligst dem „Gemeinwohl“ unterzuordnen haben.

Es geht einfach nicht an, den Beruf des Boxers – bzw. genauer den Betrieb eines Boxstalles - zu verbieten, da „Sie“ auch gerne in den Ring steigen, jedoch nicht körperverletzt werden wollen. Oder – das geht in Richtung des Einwandes von Chatpartner_4 gestern – Puffs zu verbieten, da moralisch eh verpönt und eine Hardcore-Emanze ebenfalls im Liegen die „fette Kohle“ abziehen will, aber ebenfalls nicht körperverletzt werden möchte.

Verstehen Sie den Irrsinn, der da gefordert wird? Kein einziger Nichtraucher wird durch das Konsumangebot von Raucherkneipen gefährdet oder geschädigt!

Damit wurde aber die Verbotsgesetzgebung zum Nichtraucherschutz begründet – da angeblich der Raucher durch seinen Passivrauch unschuldige Nichtraucher tötet.

Meines Erachtens gibt es aber fast keinen Ort – wo Menschen zusammenkommen – an dem Nichtraucher „so wenig“ gefährdet werden, wie in klar ausgewiesenen Raucherkneipen!

Und es gibt eben kein Grundrecht für Nichtraucher, sich Rauchern immer und überall anzuschließen – um dort dann ein Rauchverbot einzufordern. Nichtraucherlokale dürfen von Ihresgleichen betrieben werden – ja wirklich, man mag es fast nicht glauben - und sogar als frischeste aller Frischluftkneipen beworben werden (damit das Lokal auch wirklich der Dümmste findet).

Aber hören Sie auf damit, neidvoll auch in die geilen Raucherkneipen rein zu wollen. Wer nicht akzeptieren kann, dass Anderslebende „hemmungslos“ ihren Lastern nachgehen und sich dabei in entsprechender Stimmung ausgelassen und wohl fühlen, hat nun mal draußen zu bleiben – ums klar auszudrücken!

Veröffentlicht: 29. Juli 2008 - Letztes Update: 2. November 2017

https://www.treff.de/das-letzte-gefecht.html

Durchgehend lecker essen:

Spielautomaten im Treff:

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